Technologie

Einpresstechnik

Qualitativ hochwertig und leistungsstark

Bei der Einpresstechnologie wird die durchkontaktierte Hülse einer Leiterplatte mit dem Pin – z. B. eines Powerelements - verbunden. Dabei entsteht eine leistungsfähige, gasdichte elektrische Verbindung.

Entscheidend für die Qualität der Einpresstechnik ist der elektrische Übergangswiderstand. Je niedriger dieser ist, desto besser ist die Verbindung. Denn der Widerstand erzeugt einen Spannungsabfall und damit Wärme, was v.a. bei der Übertragung höherer Ströme problematisch ist.

Um den Übergangswiderstand gering zu halten, muss neben der Auswahl der richtigen Materialien folgende Bedingungen erfüllt werden:

  • Austrittsfläche des Stroms aus der Verbindungszone ≥ Eintrittsfläche des Stroms in die Verbindungszone

Damit diese Bedingung bei einer typischen Einpressverbindung erfüllt und somit eine funktionsfähige elektrische Verbindung ohne Engpass hergestellt ist, muss der Anbindungswinkel einer Ecke des Kontaktstiftes typischerweise mindestens 3° betragen. Daher ist es notwendig, dass der zu verpressende Bauteil-Pin im Querschnitt eine minimal größere Diagonale aufweist als die durchkontaktierte Bohrung der Leiterplatte.

Beispiel für die hervorragende Werte der Einpresstechnik

Beispielsweise liegt bei einem Pin mit einer Diagonale von 1,60 mm der Übergangswiderstand zur Lochhülse bei 0,1mΩ bis 0,2mΩ. Der Einpresspin kontaktiert dabei über die Hülse direkt mit der Leiterbahn. So hat ein Powerelement mit 36 Einpresspins 144 dieser direkten Verbindungen. Bei Anbindungen über mehrere Lagen der Leiterplatte multipliziert sich deren Zahl. So können Ströme von mehreren 100 Ampere eingespeist werden. Der Engpass liegt in der Regel nicht in der Verbindung mit der Leiterplatte, sondern im Layout oder Anschlussbereich.